Kultur und Finanzausschuss genehmigen Förderung für Radio Fratz

Eine gute Nachricht für Freies Radio in Flensburg und in Schleswig-Holstein: Der Finanzausschuss hat am 25.10. im öffentlichen Teil auf Antrag der Ratsfraktionen von Grünen und SPD mit großer Mehrheit eine Förderung in Höhe von 22.000 Euro für die laufenden Kosten des Freien Radios bewilligt. Der Zuschuss ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt und an eine Leistungsvereinbarung gekoppelt. In dieser Zeit soll auch von Seiten der Stadt nach geeigneten Räumen für den gemeinnützigen Verein gesucht werden.

„Das Freie Radio ist eine große Chance für Flensburg und viele Freiwillige haben in den letzten Jahren einen großen Teil ihrer Freizeit damit verbracht, es zu ermöglichen. Mit der Entscheidung der Stadt im Rücken können wir jetzt richtig loslegen“, so Geschäftsführer Felix Ruttkowski

Wahrscheinlich im Dezember wird das Freie Radio Fratz den Sendebetrieb aufnehmen, zunächst als Internet-Radio. Inzwischen ist auch das Koordinierungsverfahren der Bundesnetzagentur abgeschlossen. So kann dann ca. ab Mai 2019 auch auf der UKW-Frequenz 98,6 gesendet werden. Das Radio soll allen Einwohner*innen in und um Flensburg die Möglichkeit geben, selbst Sendungen zu gestalten. „Das Freie Radio versteht sich als Plattform für alle, die hier aktiv sein wollen, seien es Sportvereine, Schlagerfans, Stadtteilinitiativen, Kulturschaffende oder was auch immer. So werden wir der Stadt Flensburg viel zurückgeben können. Ein Freies Radio kann die Region beleben und auch nach außen attraktiver machen“, so Geschäftsführer Felix Ruttkowski.

Details aus dem Finanzausschuss (nicht mehr Pressemitteilung)

Die Ratsfraktionen von Grünen und SPD stehen voll hinter uns und haben den Antrag eingebracht. Die SPD hat sich zwischenzeitlich entschieden, zusätzlich eine Leistungsvereinbarung einzufordern. Das hat aber mehr mit grundsätzlichen Erwägungen zu tun als mit dem konkreten Radio-Projekt.

Die Linken haben den Antrag voll unterstützt.

Auch der SSW unterstützt das Radio und hat den Antrag mitgetragen. Auf ihre Initiative wurde der Antrag allerdings auf zwei Jahre begrenzt. Das ist natürlich eine kleine Einschränkung, aber aus Perspektive der Stadt wohl durchaus verständlich. Aus Sicht des Radios positiv ist, dass der SSW zusätzlich die Stadt darauf verpflichtet, in diesem Zeitraum nach geeigneten städtischen Räumen für den Verein zu suchen.

Die CDU hätte den Antrag am liebsten abgelehnt. Da sie dafür aber keine Mehrheit sahen, haben sie unter der Bedingung zugestimmt, dass es eine Leistungsvereinbarung gibt.

FDP und „Flensburg wählen“ haben dagegen gestimmt.

 

Stand ist jetzt also:

Radio Fratz wird mit 22.000 Euro auf zwei Jahre gefördert.

Nach eineinhalb Jahren müssen wir im Kulturausschuss darüber Rechenschaft ablegen.

Es wird eine Leistungsvereinbarung geben. Wie genau die aussieht, wissen wir im Moment noch nicht. Wir gehen aber davon aus, dass sie in etwa den Vorgaben der Landesmedienanstalt entsprechen wird, die wir sowieso erfüllen müssen.

Außerdem ist die Stadt beauftragt, für uns nach geeigneten Räumlichkeiten suchen.

Pressemitteilung: Finanzausschuss vertagt Entscheidung über Förderung für Freies Radio in Flensburg

Pressemitteilung: Finanzausschuss vertagt Entscheidung über Förderung für Freies Radio in Flensburg

Auf Antrag der Ratsfraktionen von Grünen und SPD wurde heute im Finanzausschuss der Stadt Flensburg über eine Förderung der laufenden Kosten für das Freie Radio Fratz beraten. Nachdem sich der Kulturausschuss letzte Woche mit deutlicher Mehrheit für eine Förderung entschieden hatte, zeichnete sich zunächst auch hier eine Tendenz zur Zustimmung ab. Lediglich die Fraktionen von CDU und FDP nahmen in beiden Ausschüssen eine ablehnende Haltung ein.
Nicht geklärt werden konnte allerdings die Frage, ob mit dem Freien Radio eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen werden sollte und aus welchen Haushaltsmitteln genau die Förderung fließen kann. Daher wurde die Entscheidung auf die nächste Sitzung des Finanzausschusses vertagt. Eventuell muss sich sogar nochmals der Kulturausschuss mit dem Thema beschäftigen, der das nächste mal am 20. Dezember tagt.

„Für die vielen Ehrenamtlichen, die zum Teil seit mehreren Jahren viel Energie in den Start des Radios gesteckt haben, ist das nicht gerade motivierend“, so Geschäftsführer Felix Ruttkowski, „schließlich sind wir seit fast einem Jahr in Gesprächen mit der Stadt und benötigen die Förderung dringend ab Anfang nächsten Jahres. Es ist sehr bedauerlich, dass in den letzten Stunden vor der Ausschusssitzung von FDP und CDU noch Argumente angeführt wurden, die aus unserer Sicht teilweise schlicht falsch sind oder mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten unsere Intention bis zur Unkenntlichkeit verzerren.“

Das Freie Radio Fratz will sich aber nicht entmutigen lassen und hofft für den Oktober auf eine positive Entscheidung im Finanzausschuss. So oder so soll der Sendebetrieb wahrscheinlich noch im Oktober losgehen, zunächst als Internet-Radio. Nach dem Abschluss des technischen Abstimmungsverfahrens soll dann Anfang 2019 die 24-stündige UKW-Frequenz dazukommen.
Das Radio soll allen Einwohner*innen in und um Flensburg die Möglichkeit geben, selbst Sendungen zu gestalten. „Das Freie Radio versteht sich als Plattform für alle, die hier aktiv sein wollen, seien es Sportvereine, Schlagerfans, Stadtteilinitiativen, Kulturschaffende oder andere. So werden wir der Stadt Flensburg viel zurückgeben können. Ein Freies Radio kann die Region beleben und auch nach außen attraktiver machen“, so Ruttkowski weiter.
Wer beim Radio mitmachen möchte, in welcher Form auch immer, kann dort zu den Öffnungszeiten einfach hingehen, jeden Dienstag von 11 bis 17 Uhr in der Bachstr. 7. Offene Treffen finden dort jeden ersten Montag im Monat um 19:30 Uhr statt und jeden Mittwoch ab 18 Uhr öffnet die Radiowerkstatt für alle, die an Beiträgen arbeiten oder das Radiomachen lernen wollen.
Weitere Informationen auf http://www.radio-fratz.de, Kontakt über flensburg@freie-radios-sh.org

Grüne fordern Zuschuss für Freies Radio in Flensburg

Die Grüne-Ratsfraktion setzt sich für eine finanzielle Förderung des Vereins „Freies Radio Flensburg e.V.“ ein. Im April hat der Landesmedienrat Hamburg/Schleswig-Holstein entschieden, eine 24-Stunden-UKW-Frequenz für ein Freies Radio an Flensburg zu vergeben. Daran gekoppelt war auch eine Anschubfinanzierung für das erste Jahr. „Um einen dauerhaften Betrieb gewährleisten zu können, benötigt das Freie Radio eine Förderung durch die Stadt Flensburg“, heißt es in einer Stellungnahme der Grünen.

Sie stellen daher im Kultur- und Tourismusausschuss am 13. September sowie im Finanzausschuss am 20. September einen Antrag auf jährliche Förderung in Höhe von 22.000 Euro. „Das Freie Radio kann und möchte einen bedeutenden Teil des gesellschaftlichen Lebens in Flensburg darstellen. Das wollen wir von städtischer Seite gerne unterstützen. Auch die Förderung für das Freie Radio Flensburg durch die Landesmedienanstalt ist nur möglich, wenn auch die Stadt Flensburg eine Förderung zusagt“, erklärt der grüne Ratsherr Clemens Schmidt.

Ein lokales Radio könne eine breite Gruppe von Flensburgern mit lokalen Informationen erreichen und biete kulturellen Initiativen eine Bühne. „In Zeiten zurückgehenden Interesses an der Kommunalpolitik, eröffnet ein Freies Radio auch die Möglichkeit die Flensburge besser zu informieren und an aktuellen Diskussionen teilhaben zu lassen“, so Schmidt.

– Quelle: https://www.shz.de/20923192 ©2020

 

– Quelle: https://www.shz.de/20923192 ©2020

Sternstunden / Roter Stern

Ein Aufruf von uns im Vereinsmagazin des Roten Sterns Flensburg

Freies Radio Flensburg erhält Zulassung

Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) hat dem Verein Freie-Radio-Initiative Flensburg eine 24-Stunden-Frequenz für eine Dauer von zehn Jahren zugesprochen. Eine entsprechende UKW-Übertragungskapazität wurde zugewiesen. Wie Felix Ruttkowski vom Verein gegenüber shz.de mitteilte, wird der Sender 2018 mit dem Programm starten. Das nichtkommerzielle Lokalradio (NKL) für Flensburg, Glücksburg und Tastrup ist das zweite in Schleswig-Holstein. Bereits Ende 2016 hatte ein freies Lokalradio in Neumünster die Zusage bekommen.

Nach drei Jahren intensiver Arbeit sei es endlich gelungen, die beantragte Frequenz wie auch die dazugehörige Anschubfinanzierung zu bekommen, sagt Ruttkowski. „Wir freuen uns, dass die Landesmedienanstalt und die Landesmedienstiftung schlussendlich den Weg für ein weiteres Freies Radio in Schleswig-Holstein frei gemacht haben.“ Nachdem das Verfahren im Juni 2015 zunächst wegen unklarer Finanzierung des Programmvorhabens ausgesetzt worden war, konnten Zulassung und Zuweisung jetzt erteilt werden. Die Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein hatte zuvor eine finanzielle Förderung des Vereins beschlossen.

Ende April hatte der Medienrat auf seiner Sitzung Richtlinen zur Förderung von nichtkommerziellen lokalen Rundfunkveranstaltern und lokaljournalistischen Projekten in Hamburg und Schleswig-Holstein beschlossen. Diese finanzielle Förderung ist seit Inkrafttreten des 6. Medienänderungsstaatsvertrags Hamburg Schleswig-Holstein (MÄStV HSH) am 1. April 2017 Aufgabe der MA HSH. Im Jahr 2017 stehen hierfür Fördermittel von bis zu 208.000 Euro, in den Folgejahren von bis zu 278.000 Euro zur Verfügung.

Das Freie Radio Flensburg verstehe sich als Alternative und selbstverwaltete Ergänzung zu bestehenden öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Angeboten, sagt Ruttkowski. „Im zukünftigen Sendeprogramm des Radios sollen sich Musik und Inhalte wiederfinden, die sich außerhalb des Mainstreams bewegen.“ So sollen vor allem lokale, aber auch überregionale und globale Themen und Debatten Platz finden. Darunter Formate wie „Flensburger Stadtgeschichten“ und das „Infomagazin Flensburg“. Vorgesehen sind überdies an drei Tagen Sendungen in dänischer Sprache.

„Wir sind ein journalistisches, aber auch ein gesellschaftliches, politisches und soziales Projekt. Freies Radio darf und soll tendenziös sein und wendet sich aktiv gegen rassistische Tendenzen oder andere diskriminierende Strukturen unserer Gesellschaft“, sagt der zweite Vorsitzende des Radiovereins. Und weiter: „Wir wollen allen interessierten Flensburgern eine Plattform bieten, um aufzuzeigen wie vielfältig diese Stadt ist.”

Der Verein ist jetzt auf der Suche nach Räumlichkeiten von in etwa 120 Quadratmetern, in denen der Radiobetrieb realisiert werden kann. Danach folgen die Erstellung eines Programms und die Einrichtung und Einweisung in die Studiotechnik. „Dafür sucht der Verein Freie-Radio-Initiative Flensburg in den kommenden Monaten noch Radiointeressierte und Förderer, die das Freie Radio Flensburg gemeinsam entstehen lassen wollen“, sagt Ruttkowski.

– Quelle: https://www.shz.de/16723831 ©2020

 

Freies Radio geht an den Start!

Ein Meilenstein in der Geschichte der Initiative für ein Freies Radio in Flensburg:

Nach 3 langen Jahren intensiver Arbeit ist uns endlich sowohl die beantragte Frequenz, wie auch die dazugehörige Anschubfinanzierung zugesagt worden! Wir freuen uns, dass die Landesmedienanstalt HH/SH und die Landesmedienstiftung schlussendlich den Weg für ein weiteres Freies Radio in Schleswig-Holstein frei gemacht haben.

Neben dem Freien Radio in Neumünster, welches bereits Ende 2016 die Zulassung erhalten hat, kann nun ein weiteres nichtkommerzielles Lokalradio (NKL) in Schleswig-Holstein aufgebaut werden und voraussichtlich ab März 2018 senden.
Durch das langwierige Zulassungsverfahren, in dem die unzureichende Finanzierung des Projekts seitens des Landes Schleswig-Holstein zum Problem wurde, ist es nach 3 Jahren seit der Ausschreibung und Bewerbung auf die Frequenz endlich möglich den Sendestart durch eine Anschubfinanzierung seitens der Medienstiftung Hamburg/Schleswig-Holstein zu konkretisieren.
Das Freie Radio Flensburg versteht sich als Alternative und selbstverwaltete Ergänzung zu bestehenden öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Angeboten. Im zukünftigen Sendeprogramms des Radios sollen sich Musik und Inhalte wiederfinden die sich außerhalb des Mainstreams bewegen. Es sollen vor allem lokale, aber auch überregionale und globale Themen und Debatten Platz finden.
Wir sind ein journalistisches, aber auch ein gesellschaftliches, politisches und soziales Projekt. Freies Radio darf und soll tendenziös sein und wendet sich aktiv gegen rassistische Tendenzen oder andere diskriminierende Strukturen unserer Gesellschaft. Wir wollen allen interessierten Flensburgern eine Plattform bieten, um aufzuzeigen wie vielfältig diese Stadt ist.”, fasst Felix Ruttkowski vom Radioverein die Ziele zusammen.
Der Verein ist jetzt auf der Suche nach Räumlichkeiten von in etwa 120 m² in denen der Radiobetrieb realisiert werden kann. Weitere Schritte werden die Erstellung des Programms, die Einrichtung und die Einweisung in der Studiotechnik sein. Dafür werden in den nächsten Monaten Radiointeressierte und Förderer, die das Freie Radio Flensburg gemeinsam entstehen werden lassen, gesucht.
Nähere Infos und Kontaktmöglichkeiten findet ihr unter flensburg.freie-radios-sh.org und auf Facebook unter fb/freies-radio-flensburg, oder schreibt uns einfach unter flensburg@freie-radios-sh.org. Wir freuen uns auf euch!

Freies Radio bald auch in Flensburg

Heute hat die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein endlich auch der Flensburger Freien Radioinitiative eine Zulassung erteilt. Mit dem in diesem Jahr geplanten Sendestart hier in Neumünster, werden damit ab 2018 zwei Freie Radios in Schleswig-Holstein dauerhaft senden können! Das ist ein großer Erfolg für die gemeinsame Zusammenarbeit verschiedener Radioinitiativen in Schleswig-Holstein, zu der wir uns 2013 in der Freien Radio Initiative Schleswig-Holstein (FRISH) zusammengeschlossen hatten.

Seitdem wurde auch zu unseren Gunsten der gemeinsame Medienstaatsvertrag zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein geändert. Damit wurde 2015 erstmals nichtkommerzielle Lokalradios auch rechtlich möglich. Seit Anfang April 2017 gilt zudem ein neues Mediengesetz, das die Grundlage für eine künftige Basisfinanzierung Freier Radios ermöglicht.

Dennoch war das Ganze kein Geschenk. Ohne das jahrelange und auch oft mühsame Durchhaltevermögen vor Ort, ohne jegliche Aussicht auf Erfolg, die großartige Unterstützung des Freien Sender Kombinat in Hamburg und den im Bundesverband Freier Radios zusammengeschlossenen Radios wäre es jedoch nie soweit gekommen. Wir freuen uns deshalb riesig mit all den Aktiven im Freien Radio in Flensburg, dass wir diesen Weg jetzt gemeinsam gehen können.

Freies Radio Neumünster, am 26. April 2017

MA HSH erteilt Zulassung für nichtkommerzielles Lokalradio in Flensburg

Norderstedt, den 26. April 2017 – Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) hat auf seiner heutigen Sitzung dem Freies Radio – Initiative Flensburg e.V. die Zulassung für die Verbreitung eines nichtkommerziellen lokalen Hörfunkprogramms in der Region Flensburg, Glücksburg, Tastrup für zehn Jahre erteilt und eine entsprechende UKW-Übertragungskapazität zugewiesen.

Nachdem das Verfahren im Juni 2015 zunächst wegen unklarer Finanzierung des Programmvorhabens ausgesetzt worden war, konnten Zulassung und Zuweisung jetzt erteilt werden, nachdem die Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein eine finanzielle Förderung des Freies Radio – Initiative Flensburg e.V. beschlossen hatte.

Der Verein Freies Radio – Initiative Flensburg e.V. plant die Gestaltung eines gesellschaftskritischen Radioprogramms, das zur kulturellen Weiterentwicklung beitragen soll. Musik und redaktionell gestaltete Sendungen, darunter das Format „Flensburger Stadtgeschichten“ und das „Infomagazin Flensburg“, sollen zu gleichen Teilen ausgestrahlt werden. Vorgesehen sind überdies an drei Tagen Sendungen in dänischer Sprache. Das Programm wird von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern und Unterstützern produziert.

https://www.ma-hsh.de/infothek/pressemitteilung/ma-hsh-erteilt-zulassung-fuer-nichtkommerzielles-lokalradio-in-flensburg.html

Freie Radios zur geplanten Neuregelung der Rundfunkfinanzierung

Stellungnahme der Freien Radio Initiativen in Schleswig-Holstein zur Neuregelung der Rundfunkfinanzierung in Hamburg und Schleswig­-Holstein (6. MÄStV HSH), veröffentlicht am 25. April 2016
Die Landesregierung Schleswig-­Holstein und der Hamburger Senat planen eine Änderung des Medienstaatsvertrags für die Neuregelung der Finanzierung der Medienanstalt Hamburg Schleswig­-Holstein MA HSH, die 2017 in Kraft treten soll. Damit verbunden und darin enthalten soll auch die Zuständigkeit der Finanzierung des nichtkommerziellen Rundfunks (NKL) in beiden Bundesländern konkretisiert und bestimmt werden.

Betroffen sind davon insbesondere das Freie Sender Kombinat FSK in Hamburg, das Hamburger Lokalradio HLR sowie die bislang noch auf eine Zulassung wartenden Freien Radios in Flensburg, Neumünster und Rendsburg. Diese drei Stationen konnten erst mit der Einführung des Lokalfunks mit der letzten Änderung des Medienstaatstvertrags (5. MÄStV HSH) ab dem Jahr 2015 einen Zulassungsantrag bei der Medienanstalt HSH stellen, der aufgrund beschränkter Finanzierungsmöglichkeiten seit Juni 2015 ruht. Die bislang zuständige Medienstiftung HSH hatte einer Übernahme eines geringeren Teils der anfallenden Kosten (ca. 30 %) für Verbreitungs-­, Raum-­ und Koordinierungskosten für die Standorte Flensburg und Neumünster zugestimmt. Die nichtkommerziellen Radios in Hamburg erhielten auf Anträge hin finanzielle Förderungen der Medienstiftung.
Konkret zum vorliegenden Entwurf des 6. MÄStV HSH (Stand: 22.2.2016) nehmen wir, die Freie Radio Initiative Schleswig-­Holstein FRISH, wie folgt Stellung:
  • Wir begrüßen die Absicht, die Förderung von nichtkommerziellem lokalen Rundfunk (NKL) in Hamburg und Schleswig-­Holstein der Medienanstalt HSH zu übertragen. Diese Änderung hatten wir bereits bei der Anhörung zum 5. MÄStV HSH angeregt. Grundsätzlich können wir in Gänze auf die Stellungnahmen der FRISH und des FSK aus dem Juni 2014 verweisen.
  • Der jetzt für den gesamten Sektor NKL in beiden Ländern veranschlagte Rahmen der Modellrechnung in Höhe von 279.000 € liegt unter dem zu erwartenden Förderbedarf. Mit dem 5. MÄStV HSH wurden drei neue nichtkommerzielle Standorte in Schleswig-­Holstein und deren Sendegebiete ausgewiesen. Die neuen NKL-­Stationen in Schleswig­-Holstein sind zunächst auf eine nahezu 100 %ige Förderung angewiesen. Der vorgesehene Finanzrahmen des Entwurfs zum 6. MÄStV HSH bildet diese nicht vollständig ab. Wir erwarten eine angemessene und nachhaltige Grundförderung durch die Übernahme der Verbreitungs-­, Raum-­ und Koordinierungskosten. Damit werden Zuweisung und Zulassung der ersten nichtkommerziellen Lokalradios in Schleswig-Holstein, der laufende Betrieb, die Wahrnehmung der eigentlichen Aufgaben als öffentliche und unabhängige Rundfunkmedien und Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz ermöglicht.
  • Diesem Finanzrahmen stehen geplante Zuschüsse in Höhe von 2.064.000 € für den OKSH und 895.000 € für TIDE gegenüber. Das ist eine eklatante Differenz zu der vorgesehenen NKL Förderung und wäre als solche erklärungsbedürftig.
  • Es wurde erneut versäumt im Entwurf des 6. MÄStV HSH die nichtkommerziellen Lokalradios dem Abschnitt der Bürgermedien zuzuordnen. Entsprechend der Stellungnahmen der FRISH und dem FSK im Rahmen der Anhörungen zum 5. MÄStV HSH schlagen wir vor, im Abschnitt Bürgermedien die NKL mit einem eigenen § festzustellen.
Zitat FSK Stellungnahme zum Entwurf des Fünften Staatsvertrag zur Änderung des 5.MÄStV HSH:
„Wir schlagen vor, im Medienstaatsvertrag im Abschnitt Bürgerfunk die bisherigen §§’n 33 und 34 zu einem Paragraphen zusammen zu fassen und einen neuen § 34 zu entwerfen mit dem Titel Nichtkommerzielles Lokalradio. Dieser enthält eine Definition gemäß der oben genannten Abgrenzungen und gilt grundsätzlich ohne örtliche und regionale Beschränkung für beide Bundesländer. In § 36 (2) des Medienstaatsvertrag muß es dann heißen, daß neben Hamburger Bürger-­ und Ausbildungskanal und Offenem Kanal Schleswig­-Holstein auch gleichrangig NKL genannt sind.“
Zitat Stellungnahme der FRISH zum Entwurf des Fünften Staatsvertrag zur Änderung des 5.MÄStV HSH:
„Der wichtigste Punkt, den der Entwurf nicht enthält, ist die Anerkennung der nichtkommerziellen Lokalradios als Bürgermedien. Im Mediengesetz sollte im Abschnitt Bürgermedien auch NKL für Schleswig-­Holstein und für Hamburg geregelt werden. Der Vorschlag aus Neumünster, zwei bestehende Paragraphen zusammenzufassen und einen neuen Paragraphen 34 ausschließlich für NKL einzufügen, bitten wir zu überprüfen.“
  • Damit aus der Förderungsbestimmung in § 55 (2) des Entwurfs nicht unversehens eine Kann Bestimmung erwächst, sollte mindestens bei der Ausgestaltung der Förderrichtlinie (§ 39 2/2 No 14 des Entwurfs) eine qualifizierte gemeinsame Mitbestimmung der FRISH, des FSK und des HLR hergestellt und geregelt sein.
  • Für das weitere Verfahren fordern wir eine Einbeziehung und eine Möglichkeit der Stellungnahme durch Einladungen zu den künftigen Anhörungen. Für diese schriftliche Anhörung zum 6. MÄStV HSH wurden die lizenzierten und auch die im Zulassungsverfahren befindlichen nichtkommerziellen Radios nicht eingeladen, obwohl die Auswirkungen sie unmittelbar betreffen.
Für Rückfragen zur Stellungnahme melden Sie sich bitte per Mail unter info@freie-­radios-­sh.org
Mit freundlichen Grüßen,
Daniel Wagenknecht und Lars Rathje­-Juhl
im Namen der Freien Radio Initiative Schleswig­Holstein e.V. (FRISH) mit seinen Mitgliedern
Freies Radio Lübeck e.V.
Freie RadioCooperative Husum e.V.
Freies Radio Neumünster e. V.
Freies Radio-Initiative Flensburg e. V.
Verein für ein Freies Radio in Rendsburg und Umland e.V.i.G.
Freie Radio Initiative Kiel e. V.
Radioinitiative Pinneberg

Weitere Informationen:

[1] Stellungnahme zur Aussetzung der Zulassungs- und Zuweisungsverfahren im Juni 2015:http://www.freie-radios-sh.org/vorerst-keine-lizenzen-fuer-freie-radios-in-schleswig-holstein/
[2] Stellungnahmen zum Entwurf des 5. Medienänderungsstaatsvertrag HSH vom Juni 2014:

MA HSH veröffentlicht Ergebnisse der Media Analyse 2016 Radio I für Hamburg und Schleswig-Holstein

Mit Erscheinen der Media Analyse (ma) 2016 Radio I stellt die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) die aktuellen Reichweitendaten zum Radiomarkt Hamburg und Schleswig-Holstein zur Verfügung.

Die Ergebnisse zeigen, dass ungeachtet der medialen Konkurrenz und der immer umfangreicher werdenden Audio-Angebote sich der Hörfunk nach wie vor als eine der reichweitenstärksten Mediengattungen in Deutschland behauptet. Dies gilt für alle Alters- und Zielgruppen. In seiner Funktion als tagesbegleitendes Servicemedium hält der Hörfunk sein hohes Reichweitenniveau und erweist sich damit auch weiterhin als konstant attraktiver Werbeträger. Die Tagesreichweite des Mediums liegt an einem durchschnittlichen Arbeitstag (Montag – Freitag) aktuell bei 77,7 Prozent und damit leicht über dem Wert der ma 2015 Radio II (77,4 Prozent). Die Dauer der Hörfunknutzung ist mit 189 Minuten im Vergleich zum Wert der ma 2015 Radio II (190 Minuten) konstant geblieben. Zum intermedialen Vergleich: Die tägliche Fernsehnutzung betrug im Jahr 2015 durchschnittlich 223 Minuten (Quelle: AGF). Die Verweildauer von 243 Minuten im Vergleich zur durchschnittlichen Verweildauer bei der Onlinenutzung von ca. 160 Minuten (Quelle: ARD/ZDF Onlinestudie 2015) bestätigt die fortgesetzt hohe Akzeptanz und Präsenz des Hörfunks in der Bevölkerung.

Wie in den vergangenen Jahren lassen sich bei der Hörfunknutzung auch diesmal wieder klare regionale Unterschiede ausmachen: So liegt die Hördauer in Schleswig-Holstein an einem normalen Arbeitstag mit 195 Minuten (187 Minuten ma 2015 Radio II) noch über dem bundesweiten Durchschnitt und ist damit deutlich höher als im Ballungsraum Hamburg, wo sie 175 Minuten (173 Minuten ma 2015 Radio II) beträgt. Wie in den vergangenen Jahren fällt die Hördauer in Hamburg mit 159 Minuten (157 Minuten ma 2015 Radio II) stark unterdurchschnittlich aus. Auch die Tagesreichweite des Mediums ist in Hamburg mit 71,3 Prozent deutlich niedriger als in Schleswig-Holstein, wo sie mit 79,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Bei den verschiedenen Altersgruppen zeigen sich ebenfalls deutliche Differenzen in Reichweite und Nutzungsumfang. So beträgt die Tagesreichweite bei den 14- bis 29-Jährigen in Hamburg 58,8 Prozent, bei den über 50- Jährigen dagegen 80,7 Prozent. In Schleswig-Holstein ist der Unterschied etwas weniger deutlich, hier liegt die Tagesreichweite bei den 14- bis 29- Jährigen bei 77,4 Prozent, die höchste Tagesreichweite findet sich hier mit 82,4 Prozent bei den 30- bis 49- Jährigen.
Auch die Hördauer liegt bei älteren Zielgruppen nach wie vor erheblich über der bei jüngeren Zielgruppen. In Hamburg beispielsweise hören die über 50-Jährigen an einem Arbeitstag 193 Minuten Radio, die 14- bis 29-Jährigen dagegen nur 134 Minuten. In Schleswig-Holstein fällt die Relation mit 225 zu 135 Minuten noch drastischer aus.
Bei allen regionalen Unterschieden und Schwankungen kann man insgesamt feststellen, dass sich auf den Radiomärkten Hamburg und Schleswig-Holstein keine substantiellen Veränderungen ergeben haben.

Basis der nachstehend veröffentlichten Zahlen der ma 2016 Radio I sind die Ergebnisse für die deutschsprachige Bevölkerung ab 10 Jahre. Den Tagesreichweiten und Marktanteilen liegen die von MEDIA-MICRO-CENSUS repräsentativ erhobenen aktuellen Daten zugrunde. Die nachfolgend dargestellten Tagesreichweiten und Marktanteile beziehen sich jeweils auf den Auswertungszeitraum Montag bis Freitag. Dieser Zeitraum berücksichtigt vor allem die habitualisierte Nutzung und bildet zugleich den vornehmlich werberelevanten Zeitraum ab. Eine Übersicht über die Ergebnisse für alle Auswertungszeiträume in Bezug auf Tagesreichweiten und Marktanteile findet sich in den als Anlage beigefügten Charts.

Da sich die Verbreitungsräume der Hamburger und Schleswig-Holsteinischen Hörfunkprogramme im Ballungsraum Hamburg in erheblichem Maße überschneiden, wurden nicht nur die Daten für Hamburg und Schleswig-Holstein erhoben, sondern auch die Vergleichszahlen für den Ballungsraum Hamburg ausgewertet. Dem Ballungsraum Hamburg werden neben Hamburg die umliegenden Landkreise Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Harburg und Stade zugerechnet.

Wie bei den vorangegangenen Media Analysen wird auch bei der ma 2016 Radio I alsterradio GESAMT an Stelle von alsterradio 106!8 rock ’n pop ausgewiesen. alsterradio GESAMT umfasst das Programm 106!8 rock ’n pop und das zugehörige Programmfenster 917xfm.

Tagesreichweiten für den Auswertungszeitraum Montag bis Freitag
(in Klammern die Daten der ma 2015 Radio II)

Ergebnisse für Hamburg
Für Hamburg stellt sich die Entwicklung der Tagesreichweiten der privaten Hörfunkprogramme Hamburger Veranstalter im Einzelnen wie folgt dar: Radio Hamburg 22,9 Prozent (23,0 Prozent), ENERGY Hamburg 6,8 Prozent (5,0 Prozent), alsterradio GESAMT 4,9 Prozent (5,5 Prozent), HAMBURG ZWEI 4,9 Prozent (4,6 Prozent), Klassik Radio 3,8 Prozent (2,3 Prozent).

Die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein erzielen in Hamburg folgende Tagesreichweiten: delta radio 3,3 Prozent (3,6 Prozent), R.SH Radio Schleswig-Holstein 2,2 Prozent (2,4 Prozent), Radio NORA 1,3 Prozent (1,2 Prozent).

Bei den Tagesreichweiten der Programme des NDR ergibt sich folgendes Bild: NDR 2 15,9 Prozent (17,0 Prozent), NDR 90,3 13,9 Prozent (15,6 Prozent), NDR Info 8,0 Prozent (6,9 Prozent), N-JOY 6,7 Prozent (6,6 Prozent), NDR Kultur 2,2 Prozent (2,0 Prozent).

Ergebnisse für Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein haben sich die Tagesreichweiten der privaten Hörfunkprogramme wie folgt entwickelt: R.SH Radio Schleswig-Holstein 24,9 Prozent (24,0 Prozent), delta radio 7,0 Prozent (7,8 Prozent), Radio NORA 6,4 Prozent (6,3 Prozent), Klassik Radio 2,5 Prozent (2,3 Prozent).

Die privaten Hörfunkprogramme Hamburger Veranstalter, die je nach technischer Reichweite unterschiedlich weit nach Schleswig-Holstein einstrahlen, erzielen dort folgende Tagesreichweiten: Radio Hamburg 7,1 Prozent (7,2 Prozent), alsterradio GESAMT 2,9 Prozent (1,9 Prozent), ENERGY Hamburg 2,1 Prozent (2,0 Prozent), HAMBURG ZWEI 1,1 Prozent (1,2 Prozent).

Bei den Tagesreichweiten der Programme des NDR ergibt sich folgende Verteilung:
NDR 2 20,2 Prozent (20,7 Prozent), NDR 1 Welle Nord 19,0 Prozent (19,0 Prozent),
N-JOY 10,7 Prozent (12,6 Prozent), NDR Info 4,3 Prozent (4,9 Prozent), NDR Kultur 2,4 Prozent (2,1 Prozent).

Ergebnisse für den Ballungsraum Hamburg

Im Ballungsraum Hamburg wurden für die privaten Hörfunkprogramme aus Hamburg folgende Tagesreichweiten ermittelt: Radio Hamburg 21,2 Prozent (21,7 Prozent), ENERGY Hamburg 6,0 Prozent (4,3 Prozent), alsterradio GESAMT 5,9 Prozent (5,6 Prozent), HAMBURG ZWEI 3,4 Prozent (3,5 Prozent), Klassik Radio 2,9 Prozent (2,0 Prozent).

Die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein, die im Ballungsraum Hamburg empfangbar sind, erreichen dort folgende Tagesreichweiten: R.SH Radio Schleswig-Holstein 8,2 Prozent (6,4 Prozent), delta radio 3,5 Prozent (3,5 Prozent), Radio NORA 3,0 Prozent (2,7 Prozent).

Bei den Tagesreichweiten der Programme des NDR ergibt sich folgendes Bild: NDR 2 18,6 Prozent (18,7 Prozent), NDR 90,3 12,8 Prozent (13,1 Prozent), N-JOY 6,8 Prozent (7,5 Prozent), NDR Info 6,7 Prozent (6,1 Prozent), NDR 1 Welle Nord 4,5 Prozent (4,4 Prozent), NDR Kultur 2,2 Prozent (2,1 Prozent).

Marktanteile für den Auswertungszeitraum Montag bis Freitag
(auch hier in Klammern die Daten der ma 2015 Radio II)

Ein leicht verändertes Bild ergibt sich, wenn man die Verteilung der Marktanteile betrachtet, die den Anteil der Hördauer eines Senders an der Gesamthördauer von Radio angeben.

Ergebnisse für Hamburg
Die Marktanteile der privaten Hörfunkprogramme in Hamburg stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: Radio Hamburg 21,0 Prozent (20,6 Prozent), ENERGY Hamburg 3,8 Prozent (2,8 Prozent), HAMBURG ZWEI 3,5 Prozent (2,8 Prozent), alsterradio GESAMT 2,8 Prozent (4,5 Prozent), Klassik Radio 2,4 Prozent (1,7 Prozent).

Die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein erreichen in Hamburg folgende Marktanteile: delta radio 2,4 Prozent (2,6 Prozent), R.SH Radio Schleswig-Holstein 2,0 Prozent (2,2 Prozent), Radio NORA 0,5 Prozent (0,4 Prozent).

Für die Programme des NDR ergeben sich folgende Marktanteile: NDR 90,3 16,9 Prozent (20,3 Prozent), NDR 2 14,5 Prozent (15,1 Prozent), NDR Info 5,0 Prozent (4,7 Prozent), N-JOY 3,8 Prozent (4,3 Prozent), NDR Kultur 1,4 Prozent (1,4 Prozent).

Ergebnisse für Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein haben sich die Marktanteile der privaten Hörfunkprogramme wie folgt entwickelt: R.SH Radio Schleswig-Holstein 18,3 Prozent (20,1 Prozent), Radio NORA 3,8 Prozent (3,5 Prozent), delta radio 3,5 Prozent (4,2 Prozent), Klassik Radio 1,5 Prozent (1,5 Prozent).

Die Zahlen für die privaten Hörfunkprogramme Hamburger Veranstalter, die je nach technischer Reichweite unterschiedlich weit nach Schleswig-Holstein einstrahlen, lauten: Radio Hamburg 5,4 Prozent (4,9 Prozent), alsterradio GESAMT 1,8 Prozent (0,9 Prozent), ENERGY Hamburg 1,8 Prozent (1,0 Prozent), HAMBURG ZWEI 0,5 Prozent (0,6 Prozent).

Bei den Marktanteilen der Programme des NDR ergibt sich folgende Verteilung: NDR 1 Welle Nord 21,2 Prozent (19,7 Prozent), NDR 2 17,3 Prozent (17,2 Prozent), N-JOY 5,7 Prozent (6,1 Prozent), NDR Info 2,4 Prozent (2,7 Prozent), NDR Kultur 1,9 Prozent (1,9 Prozent).

Ergebnisse für den Ballungsraum Hamburg

Im Ballungsraum Hamburg erzielen die privaten Hörfunkprogramme aus Hamburg folgende Marktanteile: Radio Hamburg 17,6 Prozent (17,4 Prozent), alsterradio GESAMT 3,4 Prozent (3,5 Prozent), ENERGY Hamburg 2,6 Prozent (1,9 Prozent), HAMBURG ZWEI 2,1 Prozent (2,0 Prozent), Klassik Radio 1,9 Prozent (1,5 Prozent).

Für die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein, die im Ballungsraum Hamburg empfangbar sind, ergibt sich folgende Verteilung: R.SH Radio Schleswig-Holstein 5,5 Prozent (6,5 Prozent), delta radio 2,0 Prozent (2,1 Prozent), Radio NORA 1,8 Prozent (1,7 Prozent).

Bei den Marktanteilen der Programme des NDR zeigt sich folgendes Bild: NDR 2 17,0 Prozent (16,8 Prozent), NDR 90,3 15,8 Prozent (16,5 Prozent), NDR Info 4,8 Prozent (3,8 Prozent), NDR 1 Welle Nord 4,4 Prozent (4,4 Prozent), N-JOY 3,4 Prozent (3,8 Prozent), NDR Kultur 1,8 Prozent (1,9 Prozent).

Informationen zur Erhebung der Daten:
Die Daten für die ma 2016 Radio I wurden in Hamburg und Schleswig-Holstein in zwei Wellen vom 4. Januar bis zum 19. April 2015 sowie vom 30. August bis zum 13. Dezember 2015 erhoben. Dabei wurden in Hamburg und Schleswig-Holstein insgesamt ca. 5.500 Personen (deutschsprachige Bevölkerung ab 10 Jahre) befragt. Angewandt wurde die Erhebungsmethode CATI (Computer Assisted Telephone Interviewing), bei der die Befragten in computergestützten Telefoninterviews Auskunft über ihre Radionutzung geben. Bei der Berechnung von Summenwerten können sich aufgrund von Mehrfachnennungen Größenordnungen abweichend von 100 Prozent ergeben. Die ausgewiesenen Tagesreichweiten erfassen alle Personen, die im Tagesablauf während mindestens eines vorgegebenen Zeitabschnitts (15 Minuten) Radio gehört haben, und sei es auch nur für wenige Minuten. Die Marktanteile sagen aus, wie hoch der Anteil der Hördauer eines Senders an der Gesamthördauer von Radio ist.