NEIN DANKE // liebe FDP…

Sie sind also der Meinung, weil Radio Fratz Meinungen äußert, die Ihnen nicht gefallen, soll der zugesicherte Zuschuss mit sofortiger Wirkung gestrichen werde?

Und den wollen Sie freundlicherweise zwischen uns anderen Freien Kulturträgern verteilen?

Nein Danke! Das wollen wir nicht.

Wir wollen 1. dass das Radio Fratz unbehelligt weiterarbeitet und 2. kein Geld, das an eine Verpflichtung, bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen, gebunden ist.
Herr Schweckendeck sage der Zeitung: „Es ist nicht so, dass wir Meinungen verbieten oder zensieren wollen, das ist auch entgegen unserer Philosophie.
Kritik darf auch gerne geäußert werden.“ Von einer Bezuschussung und
Finanzierung rücke die FDP-Fraktion allerdings ab.
Ja was ist dann Zensur?

Freie Meinungsäußerung für Kultur nur ohne Zuschüsse?
Es tut uns wirklich leid, so eine Position, in vollständiger Unkenntnis der Bedingungen der Kulturförderung, von Ihnen als (ehemalige?)

Bürgerrechtspartei zu lesen und können nur hoffen, es handelt sich um einen verfrühten Aprilscherz.

Unterzeichner*innen (bis jetzt):

Theaterwerkstatt Pilkentafel

Kulturzentrum Volksbad Flensburg e.V.

Roter Stern Flensburg e.V.

Bunnies Ranch e.V.

Dany Heck, Norder 147

Roald Christesen, Klangforscher und Programmierer, u. a. define Festival,
Ausschuss für Digitale und Elektronische Kunst und Kultur – DEKK =

Lotta Bohde, freie Theaterschaffende

Katrine Hoop, Autorin

Karsten Wiesel, freier Filmschaffender

Sarah Kürzinger, freie Künstlerin

Hanna Kalkutschke, freie Künstlerin

Amed Sherwan, Blogger und Aktivist

Octopus Garden e.V.

Projektraum 108

Klaus Werner (Buchhändler bei der Carl-von-Ossietzky Buchhandlung)

1 Kommentar
  1. P. Groß
    P. Groß sagte:

    Es lohnt der Rückblick in das Jahr 1984 als Offene Kanäle in der Bunten Republik Deutschland staatliche Förderung erhielten um privaten Radio- und Fernsehstationen (SAT 1, RTL etc.) etwas freie Berichterstattung entgegensetzen zu können. Kürzlich wurde ein Programm der Bundesregierung beschlossen, das neuerlich private Medienmogule mit über 200 Millionen Euro fördert und durch zusätzliche Landesmittel unterstützt wird. In Baden-Württemberg etwa mit 4 Millionen Euro. Darin enthalten ist die Förderung (auch Zustellung) für Anzeigenblätter und deren Beilagen, hier bis 500 Gramm. In den 80er Jahren waren die Sendungen des Offenen Kanals Berlin ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Berichterstattung um dem alternativen, kulturellen Leben der Stadt das Überleben und eine positive Fortentwicklung zu sichern – neben den damals alternativen erscheinenden Stadtmagazinen. Ansonsten wäre wohl die Neue Deutsche Welle in den feuchten Übungskellern verrottet und kein, oder wenig Worte ans Ohr der kulturhungrigen „bürgerlichen Mitte“ gelangt. Einen entsprechen Solidaritätsbeitrag werde ich demnächst im Forum Langenargen (Bodensee) veröffentlichen. Bis dahin wünsche ich viel Erfolg bei dem Kampf gegen die Gülle-Kultur der CDU und FDP.
    Es grüßt
    P. Groß
    Bodenseekreis

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